„Wenn Menschen von einer Minute auf die andere den Boden unter den Füßen verlieren, sind sie da. Dafür gebührt ihnen großer Respekt.“ Mit diesen Worten hat Regionalbischof Dr. Claas Cordemann die Arbeit der Notfallseelsorge gewürdigt.
Die Hilfe beginne dort, wo Worte fehlen: nach einem plötzlichen Todesfall, einem schweren Unfall oder wenn die Polizei eine Todesnachricht überbringt. Über diese Arbeit und ihre aktuellen Herausforderungen hat sich der Regionalbischof mit den Koordinierenden aus den Kirchenkreisen des Sprengels Hildesheim-Göttingen ausgetauscht.
Der größte Teil geschieht im Stillen
2025 verzeichnete die Notfallseelsorge im Sprengel 439 Einsätze, davon 373 im häuslichen Bereich. Nicht an öffentlich sichtbaren Unfallstellen also, sondern in Wohnungen, an Betten und Küchentischen. Dort bleiben Seelsorgende bei Menschen, deren Leben sich schlagartig verändert hat. Sie hören zu und halten das Schweigen aus.
Die Zusammenarbeit der Kirchenkreise koordiniert Pastorin Alexandra Beiße als Sprengel-Beauftragte für Notfallseelsorge, die auch das Treffen mit dem Regionalbischof organisiert hatte. Daran nahm ebenfalls Pastor Joachim Wittchen teil, Beauftragter für Notfallseelsorge in der Landeskirche Hannovers. Getragen wird die Arbeit ökumenisch von Haupt- und Ehrenamtlichen.


