Regionalbischof Claas Cordemann wirbt für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Hildesheim, 19. Mai 2026
Die Superintendentinnen und Superintendenten der Kirchenkreise im Sprengel Hildesheim-Göttingen sowie Regionalbischof Dr. Claas Cordemann werben gemeinsam zum Tag des Grundgesetzes für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt. F: Müller

Zum Tag des Grundgesetzes am 23. Mai ruft Regionalbischof Dr. Claas Cordemann dazu auf, Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv zu stärken. Gemeinsam mit den Superintendentinnen und Superintendenten der acht Kirchenkreise im Sprengel Hildesheim-Göttingen unterstützt er den Appell von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, den Tag des Grundgesetzes bewusst zu begehen.

Grundgesetz als Antwort auf Krieg und Diktatur

Der 23. Mai erinnere daran, dass das Grundgesetz 1949 als Reaktion auf Diktatur, Krieg und Menschenverachtung in Kraft trat. Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und die Würde jedes Menschen seien keine Selbstverständlichkeiten. „Wer Demokratie stärken will, muss widersprechen, wenn Menschen ausgegrenzt, herabgewürdigt oder gegeneinander ausgespielt werden“, sagte Cordemann.

Regionalbischof warnt vor Verrohung der Debattenkultur

Mit Sorge beobachte der Regionalbischof eine zunehmende Verrohung der politischen Debatten – besonders in sozialen Medien. In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit seien einfache Antworten und aggressive Parolen oft verführerisch. „Wo politische Kräfte bewusst Misstrauen säen und die Würde anderer Menschen relativieren, wird das Klima in unserem Land vergiftet“, so der promovierte Theologe.

Der christliche Glaube stehe dagegen für eine Haltung, die Menschen nicht nach Herkunft, Religion oder politischer Haltung bewerte.

Kirchenkreise im Sprengel Hildesheim-Göttingen unterstützen Demokratie-Aufruf

Die Superintendentinnen und Superintendenten der Kirchenkreise im Sprengel Hildesheim-Göttingen unterstützen den Aufruf, demokratische Verantwortung sichtbar wahrzunehmen – in Kirchengemeinden, Schulen, sozialen Einrichtungen und im öffentlichen Leben. Kirche müsse Räume offenhalten, in denen Menschen trotz unterschiedlicher Überzeugungen miteinander im Gespräch bleiben könnten.

Pfingsten als Zeichen für Verständigung und Zusammenhalt

Mit Blick auf das bevorstehende Pfingstfest erinnerte Cordemann daran, dass Verständigung und Zusammenhalt zentrale Bilder des christlichen Glaubens seien. „Pfingsten erzählt von Menschen, die trotz unterschiedlicher Sprachen und Kulturen einander verstehen – ein Bild dafür, dass Verständigung auch in aller Verschiedenheit möglich ist.“

Cordemann lädt dazu ein, sich aktiv einzubringen – in der Gemeinde, im Verein oder im Gespräch mit Nachbarn. „Demokratie lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen und den Mut haben, anderen zuzuhören – gerade dann, wenn Meinungen auseinandergehen.“

Informationen zur Kampagne der Landeskirche Hannovers gibt es unter :

www.evangelisch-in-niedersachsen.de/demokratie