Es sei ein „ganz besonderer Tag, ein Tag der Freude“, sagte Regionalbischof i.R. Hans Christian Brandy in seiner Festrede zur Aufnahme von Viktor Schneider in den Dienst als lutherischer Pastor: Nicht nur bekämen die Kirchengemeinden Gimte-Hilwartshausen und Hemeln-Bursfelde wieder einen Pastor, sondern einen mit einer ausgesprochen spannenden Biografie. „Sie haben wahrscheinlich mehr erlebt als die meisten von uns“, sagte Brandy an Viktor Schneider gewandt.
Dieser, als Sohn einer katholischen Mutter und eines evangelischen Vaters in Nowosibirsk geboren, dann russisch-orthodox getauft, ist nicht nur ökumenisch aufgewachsen, sondern hat in der damaligen Sowjetunion auch erlebt, wie Kirche staatlich unterdrückt im Untergrund agieren musste.
Zuerst Mönch, wurde Viktor Schneider zum evangelisch-lutherischen Pastor. Damit stehe er in guter Tradition, sagte Brandy, denn auch Martin Luther sei ja vom Mönch zum Familienvater und Pfarrer geworden. Viktor Schneider sei damit ein „Beispiel für die Freiheit eines Christenmenschen“.