Regionalbischof diskutiert im Landgericht: „Ist das gerecht?“

Hildesheim, 28. August 2026
Q: Landgericht Hildesheim

Wenn Recht und Gerechtigkeit kollidieren: Um das Spannungsverhältnis zwischen Recht, Moral und persönlichem Gerechtigkeitsempfinden geht es bei einer Podiumsdiskussion im Landgericht Hildesheim. Unter dem Titel „Ist das gerecht?“ treffen am Dienstag, 1. September, Vertreterinnen und Vertreter aus Justiz, Kirche, Polizei und Medien aufeinander. Auch das Publikum soll mitdiskutieren und bei einzelnen Fällen Stellung beziehen.

Anhand konkreter Beispiele aus Vergangenheit und Gegenwart geht es unter anderem um Selbstjustiz, die juristische Aufarbeitung historischen Unrechts, Klimaproteste und einen arbeitsrechtlichen Alltagskonflikt. Dabei steht nicht nur die Frage im Raum, wie Gerichte entscheiden, sondern auch, nach welchen Maßstäben Menschen überhaupt beurteilen, was gerecht ist.

Auf dem Podium sitzen unter anderem Niedersachsens Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann (Initiatorin der „Woche der Gerechtigkeit“), Regionalbischof Dr. Claas Cordemann und Landgerichtspräsident Jan Seidel. Diskutiert werden auch grundsätzliche Fragen: Welche Regeln braucht ein gerechtes Verfahren? Wo liegen die Grenzen staatlichen Handelns? Und was kann jeder Einzelne zu einem gerechten Zusammenleben beitragen?

Die Podiumsdiskussion ist Teil der landesweiten „Woche der Gerechtigkeit“, die von Wahlmann initiiert wurde. Das Justizzentrum Hildesheim verbindet die Podiumsdiskussion in dieser Woche mit mehreren Informations- und Beratungsangeboten zum Betreuungsrecht.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Landgericht Hildesheim, der Eintritt ist frei.

Sprengel Hildesheim-Göttingen/ gmu

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